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15. Dezember 2017

Die neue Nr. 1 der Welt heißt ab 3. Januar Dimitrij Ovtcharov: „Es fühlt sich für mich an wie ein Welttitel“

ITTF WORLD TOUR GRAND FINALS IN ASTANA (14.-17.12.)

Der 3. Januar 2018 wird ein ganz besonderes Datum im Leben des Dimitrij Ovtcharov: Wenn der 29-Jährige an diesem Tag in seinem Urlaub auf den Malediven erwacht, dann ist Ovtcharov die neue Nummer 1 im Welttischtennis. Der World-Cup-Sieger löst mit dem Erscheinen der neuen ITTF-Notierung Weltmeister und Olympiasieger Ma Long nach 34 Monaten an der Spitze ab. Möglich machte den Matchwechsel Ovtcharovs heutiger Viertelfinaleinzug bei den mit 1 Million Dollar dotierten ITTF World Tour Grand Finals in Astana.

Dimitrij Ovtcharov: "Es fühlt sich an wie ein Welttitel"

Dimitrij Ovtcharovs Vorrücken auf Position 1 hat historische Bedeutung. Der in Düsseldorf lebende 29-Jährige unterbricht mit seinem Vormarsch die 81-monatige Phalanx des Reiches der Mitte, das seit April 2011 unverändert die Spitze im Welttischtennis stellte. Letzter Nicht-Chinese als Nummer eins war von Januar bis März 2011 Timo Boll. Es war Bolls zweite Amtszeit als Regent über die Tischtennis-Welt, nachdem er zuvor bereits von Januar bis Mai 2003 den Thron besetzte. Nun übernimmt Ovtcharov Bolls Erbe: Der Olympiadritte von London ist erst der zweite Deutsche überhaupt in der Spitzenposition des ITTF-Rankings. Ovtcharov sagt: "Ich bin ungemein stolz, nun im Januar die Nummer 1 zu sein. Für mich fühlt sich das ein wie ein Welttitel. Ich habe 20 Jahre darauf hingearbeitet."

"Das beste Jahr meiner Karriere"

Dass die Wachablösung möglich wurde, verdankt Ovtcharov dem eindeutig erfolgreichsten Jahr seiner Karriere. Sieht man vom Achtelfinal-Ausrutscher bei der WM in Düsseldorf ab, gewann der zweimalige Einzel-Europameister 2017 alles, was es zu gewinnen gab: Den World Cup, das Europe Top 16, die World-Tour-Platinum Events in Magdeburg und in China sowie die Indian und die Bulgarian Open. Außerdem verbuchte Ovtcharov den Champions-League-Sieg mit seinem russischen Verein Orenburg und den Gewinn der Team-Europameisterschaft mit dem DTTB-Team. Dass der Sprung an die Spitze für den aktuell im Dezember noch auf Rang drei der Weltrangliste geführten akribischen Arbeiter durch die Umstellung des Weltverbandes ITTF auf ein neues Weltranglistensystem beschleunigt wird, schmälert den Erfolg Ovtcharovs in keinster Weise. Das sieht auch Timo Boll so, der die Leistungen seines Nationalmannschaftskollegen auf den Punkt bringt: "Dima hat praktisch alles gewonnen, was man gewinnen kann - viel mehr geht nicht." Ovtcharov bestätigt: "Es ist das beste Jahr meiner Karriere gespielt. Das ist jetzt mein achtes Turnier, sechs davon habe ich gewonnen. Und ich werde es auch in Astana noch einmal versuchen."

Die Außerirdischen sind menschlich geworden

Ovtcharov krönte sein bestes Jahr nicht nur im Oktober mit dem lange erträumten Gewinn des World Cups in Lüttich. Bei den German Open besiegte er außerdem auf dem dem Weg zum Titel Chinas WM-Viertelfinalisten von 2013, Yan An, ohne Satzverlust sowie im Halbfinale nach einem herausragenden Match erstmals auch den Weltranglisten-Zweiten Fan Zhendong. Siege, die Ovtcharov weiteren Auftrieb geben: "Ich habe lange Zeit das Gefühl gehabt, dass Fan und auch Ma Long fast unschlagbar sind. Mittlerweile trage ich aber den Glauben in mir, dass ich auch die besten Chinesen schlagen kann." Chinas Asse hingegen scheinen angesichts der herausragenden Vorstellungen der Deutschen und der zeitgleich einhergehenden internen Umstellung im Trainerstab im Sommer verunsichert und strahlen nicht wie zuvor den Nimbus der Unbesiegbarkeit aus. So kassieren sie Niederlagen wie gegen Timo Boll, der in fantastischer Form beim World Cup Weltmeister Ma Long sowie inzwischen gleich zweimal Asian-Cup-Sieger Lin Gaoyuan bezwingen konnte.

Timo Boll: "Ich freue mich für Dima und den deutschen Tischtennissport"

Das sportliche Ergebnis von Astana, der Sieg über Japans Weltranglisten-Achten Koki Niwa, der Ovtcharov im Achtelfinale der Heim-WM in Düsseldorf eine der schmerzlichsten Niederlagen seiner Karriere zugefügt hatte, rückt angesichts der historischen Auswirkungen auf die Weltrangliste zumindest vorübergehend komplett in Hintergrund. Der 36-jährige Boll, der gestern bei den ITTF Star Award als "Male Table Tennis Star" des Jahres 2017 als erster Deutscher mit dem Oscar des Tischtennissports ausgezeichnet wurde und bereits am Donnerstag in das Viertelfinale eingezogen war, drückte seinem DTTB-Kollegen die Daumen und war im Anschluss an Ovtcharovs Triumph auch einer der ersten Gratulanten: „Ich freue mich besonders für Dima, aber auch für den deutschen Tischtennissport, sowie für unser gesamtes Tischtennis, das nun jahrelang von China dominiert wurde. Es ist wieder Leben in unserem Sport!“

Jörg Roßkopf: "Dima hat sich das redlich verdient"

Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf, gestern bei den Star Awards als "Star Coach des Jahres" geeehrt, bereitete Dimitrij Ovtcharov in den Wochen vor den Grand Finals auf die besondere Situation vor. Roßkopf: "Wir haben viel darüber gesprochen und waren uns einig, dass das Achtelfinalmatch nur das ganz normale Auftaktmatch in einem Turnier ist, das Dima gewinnen will. Das Viertelfinale soll noch nicht die Endstation sein, Dima will das Turnier gewinnen." Deutschlands Rekordnationalspieler, im August 1992 und im November 1995 selbst die Nummer vier der Weltrangliste, freut sich aber über den angenehmen Sideeffekt der Achtelfinalpartie: "„Dima hat es sich redlich verdient, nun im Januar die Nummer 1 der Welt zu werden. Seit der WM spielt er konstant wie kein anderer im Welttischtennis. Es ist zudem gut für Tischtennis, dass es mal wieder eine Veränderung an der Spitze gibt. Dima wird nach Timo der zweite Deutsche sein, der die Nummer 1 der Welt ist. Das ist eine tolle Bestätigung für seine Leistungen, aber er weiß auch, dass es am Ende im Sport nur um Titel geht. Ich mir aber auch da keine Sorgen: Dima ist ein akribischer Arbeiter, der auch hier bei den Grand Finals mehr will, als nur heute dieses eine, zugegeben, ganz besondere Spiel gegen Koki Niwa zu gewinnen."

ITTF-Präsident Thomas Weikert: "Abwechslung tut dem Sport gut"

ITTF-Präsident Thomas Weikert freut sich nach 81 Monaten chinesischer Dominanz wie Roßkopf und Boll über Bewegung an der Spitze: "Als Weltverbandspräsident freue ich mich, dass durch Dimitrij Ovtcharovs Übernahme der Spitzenposition etwas Abwechslung in die Weltrangliste kommt, nachdem Chinesen nun bereits einige Jahre die Vormachtstellung innehatten. Ich bin mir sicher, dass China diese Herausforderung annehmen und noch mehr trainieren wird, um die Spitzenposition zurückzuerobern. Dem Sport tut diese Abwechslung gut, und ich sehe gespannt interessanten Duellen der Asse Asiens, insbesondere der Chinesen, mit der Elite Europas, ganz besonders den Deutschen, entgegen."

WEITERE STIMMEN ZU DIMITRIJ OVTCHAROS ERFOLG

Richard Prause, DTTB-Sportdirektor
"Diesen Triumph hat sich Dima absolut verdient. Das war und ist noch ein überragendes Jahr für Dimitrij, in dem er nun am 3. Januar als neue Nummer 1 gekrönt wird. Ich hoffe, ihm gibt dieses fantastische noch einen Extrapush. Dimas Erfolg, aber auch das Superjahr von Timo, ist noch einmal eine zusätzliche Motivation für unser gesamte Team - im Hinblick auf die Weltmeisterschaften in Halmstad und für die weiteren Jahre, die noch vor uns liegen."

Michael Geiger, DTTB-Präsident
„Ein fantastischer Erfolg für das deutsche Tischtennis, vor allem aber für Dimitrij Ovtcharov, der sich diese Position mit einem absolut überragenden Jahr verdient hat. Wenn es ein Spieler in der 92-jährigen Geschichte seines Verbandes und in einer der an Aktiven größten Sportarten der Welt es an die Spitze der Weltrangliste schafft, dann ist das sportlich herausragend und eine historische Leistung. Deutlich wird dies auch daran, dass Dima nach Timo Boll überhaupt erst der zweite Deutsche ist, dem es gelingt, an der Spitze der Weltrangliste eine Wachablösung der dominierenden Chinesen zu erreichen. Dimitrijs Erfolg zählt zu den Früchten der sportlichen Infrastruktur, die der DTTB bereits über mehr als drei Jahrzehnte hinweg durch professionelle Arbeit im Trainerbereich gewährleistet. Es über drei Generationen hinweg mit Timo Boll, Dimitrij Ovtcharov und dem heutigen Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf zu zwei Weltranglisten-Ersten und einem Weltranglisten-Vierten zu bringen, ist neben all den von diesen Akteuren und ihren Nationalmannschaftskollegen gesammelten Titeln und Medaillen auf Weltebene ein eindrucksvoller Beleg für kontinuierliche Qualität und Produktivität des deutschen Tischtennis."

Hans Wilhelm Gäb, Ehrenpräsident des DTTB
„Dimas körperliche Verfassung und Schnellkraft wird heute auch von keinem der chinesischen Stars mehr übertroffen, sein Ehrgeiz und seine totale Konzentration auf den Erfolg ohnehin nicht. Für mich ist das eigentliche Phänomen aber die Tatsache, dass er technische Schwächen, die ihn noch vor wenigen Jahren vom Sprung in die absolute Elite abzuhalten schienen, durch ein erbarmungsloses und einzigartig intensives Training abgebaut oder durch neue Stärken kompensiert hat. Dima hat sich so die Weltranglisten-Führung erarbeitet und verdient – verfolgt von einem Timo Boll, der heute die Tücken des Plastikballes bewältigt und nun nach schon 16 Jahren in der absoluten Weltspitze mit 36 Jahren immer noch spielen kann wie eine Nr. 1, in taktischer Klugheit, Kreativität und Nervenkraft von niemandem in der Welt übertroffen.“

Text: Deutscher Tischtennis-Bund (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bild: DONIC

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