Entstehung und Aufgaben der Olympiastützpunkte
Der Bundesausschuss Leistungssport des Deutschen Sportbundes hatte nach den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles im Rahmen von umfassenden Analysen der olympischen Wettkampfereignisse festgestellt, dass die Zahl der Endkampfplatzierungen der Teilnehmer der ehemaligen Bundesrepublik zufrie-denstellend war, jedoch nicht die Zahl der errungenen Medaillen. Darüber hinaus fiel im Olympiajahr 1984 eine Reihe von hoffnungsträchtigen Athleten aufgrund von Verletzungen aus oder konnten nach Erkrankungen oder Verletzungen im Vorfeld der Spiele ihr Leistungsspektrum nicht erreichen.
In den für den Spitzensport zuständigen Gremien bestand die einhellige Auf-fassung, dass der Grund für diese verletzungsbedingten oder durch Krankheit verursachten Ausfälle auf eine nicht optimale Konzeption der trainingsbegleiten-den Maßnahmen des bundesdeutschen Hochleistungssports zurück zu führen sei.
Zur Realisierung einer umfassenden und daraus resultierenden finanziell auf-wendigen Trainingsbegleitung aller olympischen Sportarten war die Festlegung von sogenannten Olympiastützpunkten auf einige Standorte in Ballungsräumen mit einer guten Sportstätteninfrastruktur bzw. anerkannten sportwissenschaft-lichen Einrichtungen notwendig.
Diese Konzentration auf 20 Olympiastützpunkte in der Bundesrepublik beinhaltet eine Konzeption der sportübergreifenden Trainingsbegleitung.
Der Olympiastützpunkt Rhein/Ruhr
Ausgehend von dem Grundgedanken der Olympiastützpunktkonzeption, eine sportliche Leistungsfähigkeit aufhöchstem Niveau zu fördern, bietet der OSP Rhein-Ruhr ein umfassendes Serviceangebot für die Spitzenathleten aus 16 verschiedenen olympischen Sportarten an.
Der Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr zählt zu den Stützpunkten, in denen alle wissenschaftlichen und trainingsbegleitenden Bereiche für die Beratung und Betreuung von Spitzenathleten und vielversprechenden Talenten sowie deren Trainern konzentriert an einem Standort angeboten werden können.
Die OSP-Zentrale befindet sich in räumlicher Nähe zum Alfried-Krupp-Kranken-haus, wodurch eine enge Kooperation, ein interdisziplinärer Erfahrungsaus-tausch aller Bereiche der Trainingssteuerung und demzufolge eine effektive und hochqualifizierte Betreuung der Spitzenathleten gewährleistet wird.
Als wesentliche Aufgabe zeigt sich seit einigen Jahren darüber hinaus die Koordination im "Verbundsystem Schule-Leistungssport" mit dem Stichwort "Eliteschule des Sports".
siehe >Eliteschule
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